Altenbekener Schützen fahren nach Berlin
41 Mitglieder der St.-Sebastian Schützenbruderschaft Altenbeken machten sich am Freitag, den 17. April um 06.00 Uhr auf den Weg in Richtung Berlin. Unser Bundestagsabgeordnete Dr. Carsten Linnemann hatte die Grünröcke aus dem Eggegebirge zum Besuch der Bundeshauptstadt eingeladen. Kurz vor Hannover wurde auf der Autobahnraststätte Garbsen ein von Harald Jansen vorbereitetes Frühstück eingenommen. Frische Brötchen, herzhafte Schinkenwurst und Salami sowie handliche Käsestücke stillten das aufkommende Hungergefühl. Auch die Weiterfahrt verlief ohne Stau, so dass wir gegen 12.30 Uhr in der Bundeshauptstadt auf dem Potsdamer Platz – nicht weit vom Bundesrat, unserer ersten Besichtigung – eintrafen. Informationen rund um das historische Gebäude und die politische Entwicklung hin bis zur heutigen Institution „Bundesrat" gaben einen umfassenden Einblick. Zu Fuß legten wir anschließend die kurze Strecke vorbei am Brandenburger Tor bis zum Reichstagsgebäude zurück. Nach der Einlasskontrolle, die ohne Zwischenfälle verlief – lediglich drei Schweizer mussten ihr Schweizer Taschenmesser vorübergehend in Verwahrsam geben – lauschten wir einem kurzweiligen Vortrag über die Geschichte des Reichstagsgebäudes, den Umzug der Politiker von Bonn nach Berlin und die Gestaltung und Bestuhlungsmöglichkeiten des Plenarsaales. „Wer darf wo Platznehmen, diese und viele andere Fragen wurden umfassend beantwortet.
Bilder sind online unter Bilderarchiv 2015
Von einer Veranstaltung in Freiburg kommend nahm unser Bundestagsabgeordnete Dr. Carsten Linnemann den Umweg über Berlin in Kauf, um die Altenbekener Schützen an seinem „Arbeitsplatz" begrüßen zu können.
Mit unvergesslichen Eindrücken in das politische Leben Berlins, die Räumlichkeiten im Reichstagsgebäude und nach einem Gruppenfoto vor der Glaskuppel verabschiedeten wir uns von Dr. Carsten Linnemann, der noch am Abend den Zug nach Paderborn nahm, um am Samstagmorgen rechtzeitig auf dem Bezirksjungschützentag in Hövelhof sein zu können. Politiker haben schon ein stressiges Leben, führten uns nicht nur die zahlreichen Termine unseres MdB´s, sondern auch der viel zu frühe Tod unseres Landtagsabgeordneten Volker Jung deutlich vor Augen. Mit Volker Jung verlor die Region einen Politiker, der sich immer für die Menschen und ihre Anliegen nicht nur in Herbram und Umgebung eingesetzt hat.
Der Blick von der sogenannten „höheren Beamtenlaufbahn" auf die Spree und den neuen Berliner Hauptbahnhof.
Nach dem Zimmerbezug im Hotel Aletto am Kudamm in unmittelbarer Nähe des Bahnhofs Zoo nahmen wir anschließend unser Abendessen im Altberliner Biersalon ein, wo eigens für uns 40 Plätze reserviert worden waren.
Nach einer mehr oder weniger kurzen Nacht und einem ausgiebigen und umfangreichen Frühstück stand um 10.00 Uhr eine dreistündige Stadtrundfahrt auf dem Programm. Mit Berliner Highlights wie auch Insiderwissen ließ unser Reiseleiter Stefan Kniestedt erst gar keine Langeweile aufkommen. Ein Fußmarsch durch Berlin-Kreuzberg rundete den Vormittag ab. Die Imbissbude „Curry 36" oder zahlreiche weitere Kreuzberger Lokalitäten boten ausreichend Gelegenheit zu einer kleinen Stärkung, bevor es mit dem Schiff ab dem Schloss Charlottenburg auf der Spree wieder stadteinwärts ging. Vorbei am Kanzleramt, dem Reichstagsgebäude, dem Hauptbahnhof, dem Berliner Dom und dem Rohbau des neuen Schlosses genossen wir die Berliner Sehenswürdigkeiten von einem ganz anderen Blickwinkel.
Der Nachmittag und Abend stand anschließend zur freien Verfügung. Schnell hatten wir einen Sky-Kneipe gefunden, in der wir die 2. Halbzeit unserer Paderborner Mannschaft in Dortmund verfolgten und uns unser Bier direkt am Tisch zapfen konnten.
Auch die Paderborner Niederlage sorgte für keine schlechte Laune.
Am Sonntagmorgen hieß es leider schon wieder Koffer packen und Abschied nehmen. Pünktlich um 10.00 Uhr setzte sich der Bus in Richtung Potsdam in Bewegung. Hier ließen wir uns bei herrlichem Sonnenschein – den wir auch die Tage zuvor schon des Öfteren genießen konnten – über die Agentenbrücke, das Schloss Cecilienhof, in dem vom 17. Juli bis 2. August 1945 die Potsdamer Konferenz der Siegermächte des Zweiten Weltkrieges stattfand und das Schloss Sanssouci, übersetzt "ohne Sorge", dem Lieblingsort von Friedrich dem Großen informieren.
Der Fußweg zurück zur Potsdamer Innenstadt führte uns durch das Brandenburger Tor in die Fußgängerzone und das angrenzende Holländische Viertel. Nicht nur Berlin sondern auch Potsdam ist immer eine Reise wert. Dies bewies der kurze Aufenthalt in der Heimatstadt von Günter Jauch. Um 14.30 Uhr hieß es zum letzten Mal: „Alle einsteigen, wir fahren ab". Mit zahlreichen Eindrücken ging es zurück nach Altenbeken, wo wir gegen 20.30 Uhr wohlbehalten eintrafen.